Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.

Seiten

Datum
Titel
Name
Sa. 01.07.17
Ich bete darum, dass eure Liebe
Monatsspruch
Ich bete darum, dass eure Liebe

Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde anErkenntnis und aller Erfahrung. Phil 1,9 

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Mo. 01.05.17
Eure Rede sei allezeit freundlich und mit…
Monatsspruch
Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt. Kol 4,6

Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt. Kol 4,6

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So. 01.01.17
Auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.…
Monatsspruch
Auf dein Wort will ich die Netze auswerfen. Lk 5,5

Auf dein Wort will ich die Netze auswerfen. Lk 5,5

 

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Sa. 26.11.16
Wochenspruch Sonntag, 27. November 2016 bis…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 27. November 2016 bis Samstag, 03. Dezember 2016

Siehe dein König kommt zu dir ein Gerechter und ein Helfer. (Sach 9, 9b)

Feiertag

1. Sonntag im Advent

Erklärung

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit“: Der Klassiker unter den Adventsliedern wird in vielen Gemeinden am 1. Sonntag im Advent gesungen. Eine erwartungsvolle Zeit beginnt. Die Botschafter der Bibel verheißen einen neuen König, einen König, der nach Gottes Plänen regieren wird. Gerechtigkeit und Frieden im Sinne Gottes sollen mit ihm herrschen. Das Evangelium für diesen Sonntag deutet an: Mit Christus ist dieser König in die Welt gekommen. Die liturgische Farbe Violett erinnert nun daran, dass jeder und jede sich auf das Kommen dieses Königs vorbereiten, ihm entgegenkommen sollte: erste Schritte für Gerechtigkeit und Frieden.

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Do. 27.10.16
Vergib uns unsere Schuld
Ev. luth. Landeskirc…
Vergib uns unsere Schuld

Vergib uns unsere Schuld

3 Ich danke meinem Gott, sooft ich euer gedenke - 

4 was ich allezeit tue in allen meinen Gebeten für euch alle, und ich tue das Gebet mit Freuden -, 

5 für eure Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis heute; 

6 und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu. 

7 Wie es denn recht und billig ist, dass ich so von euch allen denke, weil ich euch in meinem Herzen habe, die ihr alle mit mir an der Gnade teilhabt in meiner Gefangenschaft und wenn ich das Evangelium verteidige und bekräftige. 

8 Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt von Herzensgrund in Christus Jesus. 

9 Und ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, 

10 sodass ihr prüfen könnt, was das Beste sei, damit ihr lauter und unanstößig seid für den Tag Christi, 

11 erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit durch Jesus Christus zur Ehre und zum Lobe Gottes.

(Phil 1, 3-11)

Andacht der Woche

Wohltuend

Paulus schreibt an Christen, deren Gemeindegründung er aktiv gefördert hat. Nicht nur die Purpur-Händlerin Lydia, sondern viele andere sind anscheinend gut versorgt, gehören dem Mittelstand an. Sie sind in der Lage, Kollekten für andere zu sammeln. Auch Paulus, der jetzt im Gefängnis festgehalten wird und kein Geld verdienen kann, erhält eine großzügige Spende. Normalerweise lehnt er es ab, sich etwas schenken zu lassen.

Diese wohlmeinenden und wohltuenden Christen sind für Paulus offensichtlich eine große Freude. Überschwänglich dankt er Gott, dass er die Gemeinde in Philippi nicht nur finanziell reich beschenkt. 

Die Lage ist in deutschen Gemeinden gar nicht unähnlich: Die Bereitschaft zu Spenden ist weiterhin hoch, viele Ehrenamtliche wirken mit in diakonischen und nachbarschaftlichen Projekten. Aktionen für Flüchtlinge und mit ihnen werden an vielen Orten ins Leben gerufen, es entstehen Freundschaften und Partnerschaften. „Gott sei Dank!“ dürfen auch wir sagen, dass allem Widerspruch und allen Ängsten zum Trotz soviel Zuversicht und Gottvertrauen die Oberhand behalten. Welch ein Glück, dass viele Christen ihre Fürsorge nicht nur den eigenen Glaubensgenossen zukommen lassen, sondern allen, die Hilfe nötig haben.

Christenglaube ist seit jenem Auftrag Christi grenzüberschreitend: „Geht hin in alle Welt...“ Das gilt inzwischen auch umgekehrt: Wer zu uns kommt, woher auch immer, und Hilfe sucht, dem gehört unsere Aufmerksamkeit.

Paulus sieht in allen Wohltaten ein Werk der Liebe, die von Gott her kommt und uns geschenkt wird. Viele engagierte Christen gehören – den Philippern ähnlich – auch der gut situierten Mittelschicht an. Sie brauchen sich im Allgemeinen wenig Sorge zu machen und können abgeben. Für weniger Betuchte gibt es Diakoniekassen, kostenlose Beratung, Zuschüsse für Kinder- und Jugendfreizeiten. „Gott sei Dank!“, dass wir für viele in Not Geratene Hilfsmöglichkeiten anbieten können. Möglichst keiner soll zurückgelassen werden, möglichst jeder soll seinen (Lebens-)Weg unbekümmert gehen. Trotz aller Liebe und aller Zuwendung werden jedoch Lücken bleiben.

Darum bedarf es der Bitte, „dass eure Liebe immer noch reicher werde“. Und damit verbunden ist die Prüfung, „worauf es ankommt“, also eine Art Prioritätensetzung. Was hat Vorrang, was bringt Hilfe, was tut gut? Wer sich völlig verausgabt, kann anderen nicht mehr helfen. Wer seine Kräfte falsch einschätzt, steht möglicherweise bald ohnmächtig da. Paulus schreibt im 1. Korintherbrief: „Dafür halte uns jedermann: für Christi Diener und Haushalter über Gottes Geheimnisse.“ Unser Reden und Tun ist also zuerst ein Gottesdienst.

Paulus hofft wohl auf eine baldige Wiederkehr Christi. Das macht den Gottes- und Nächstendienst dringlich. Wir dagegen dürften uns eher darauf einstellen, dass unser Sterben einst die Tür zur Ewigkeit ist. Dies kann jederzeit geschehen. Also sind auch wir bereits heute und morgen Gott verantwortlich. Zugleich in der Gewissheit, dass Gott alles zu einem guten Ende bringt.

Pastor i.R. Udo Wolten

(Quelle: http://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/wir-fuer-sie/sie-persoenli...)

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Ev. luth. Landeskirche Hannovers

Ev. luth. Landeskirche Hannovers
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(0511)1241-964
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So. 11.09.16
Monatsspruch September
Monatsspruch
Monatsspruch September

Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt, darum ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.

Jeremia 31,3

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Mo. 04.07.16
Ans Eingemachte gehen
Martin Söffing
Ans Eingemachte gehen

Die ersten Gläser Erdbeer-Rhabarber-Marmelade sind gekocht.

Die Erntezeit hat wieder begonnen.

Früher, so erinnere ich aus meiner Kindheit, füllten sich dann die Regale im Vorratskeller. Es wurde eingekocht, eingelegt, eingeweckt, eingemacht. Und im Herbst und Winter ging´s ans Eingemachte. Das reichte bis zur nächsten Erntezeit.

Heute werden Früchte meistens eingefroren. Aber redensartlich ist uns das Eingemachte geblieben. Ans Eingemachte gehen, so der Duden, meint: an die Substanz gehen, von der Substanz nehmen.

In entscheidenden Situationen, wenn Stellungnahmen gefordert sind, wenn es um zentrale Fragen und die Auseinandersetzung geht, ist das „Eingemachte“ gefordert.

In unseren unruhigen und verunsichernden Zeiten möchte ich nicht, dass aus dem Keller alte Parolen aus brauner Vorzeit hervorgeholt werden und an Macht gewinnen. Ich möchte von dem Vorrat nehmen, der uns im Evangelium zur Verfügung gestellt ist: Das ist ein unerschöpflicher Vorrat an guter Botschaft. Sie will Frieden stiften, dem Leben dienen, Gemeinschaft fördern, eintreten für die Würde des Menschen, für die Bewahrung der Schöpfung.

Aber auch dieser gute Vorrat darf nicht zur Parole entleert werden.

Wir können daraus Kraft schöpfen, wir dürfen Menschen der Hoffnung sein und des festen Vertrauens auf Gottes Wirken in der Welt.

Und er braucht dazu unsere Hände und Füße, unsere Ohren, Augen und unseren Mund und unser Mit-Fühlen und unseren Verstand. Richtig viel ist uns gegeben! Wir können es einsetzen und es werden wieder viele gute Früchte daraus wachsen.

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Martin Söffing

Martin
Söffing
Pastor/Leitung Klinikseelsorge AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM
Elise-Averdieck-Straße 17
27356
Rotenburg
Tel.: 
(04261) 77 - 2003
Fax: 
(04261) 77 - 2029
Mobil: 
(0172) 8450895
So. 29.05.16
Scherben
Pastorin Sabine Krüg…
Scherben

Neulich ist mir beim Abwaschen doch eine meiner schönen Teetassen kaputt gegangen. Vermutlich aus Unachtsamkeit, oder weil es mal wieder schnell gehen sollte. Scherben machen mich immer etwas wehmütig. Nicht nur wegen der Lücke im Schrank, die nun vorwurfsvoll auf mich wartet.

Sie erinnern mich daran, dass auch in unserem Leben leicht etwas zerbrechen kann.

Träume, Glück, Gesundheit…

Viele Menschen stehen unter dem Druck, immer funktionieren zu müssen. Je nach Typ fällt uns das leichter oder schwerer. Da ist die Angst, zu versagen und von den anderen abgelehnt zu werden, weil wir den Erwartungen nicht entsprechen, die von außen an uns herangetragen werden.

Wie gut ist es, in all diesem auferlegten Druck zu hören, dass Gottes Gnade und seine Zuwendung an keine Bedingung gebunden ist.

Sie gilt uns gerade dann, wenn wir der gängigen Norm nicht entsprechen!

Sie gilt uns nicht nur, wenn etwas geglückt ist, sondern auch wenn etwas kaputt gegangen ist in unserem Leben. Dann, wenn wir vor unseren eigenen Scherben stehen.

Solchen Menschen traut Gott offenbar etwas zu. Ihnen spricht er zu: „Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ (2 Korinther 12,9)

Wenn wir diese Worte in unser Herz lassen können, wird es uns vielleicht etwas leichter fallen, auf die Erwartungen und den Druck zu pfeifen und zu sagen: „Das ist mein Leben! Niemand kann für mich die Aufgaben und Chancen meines Lebens aus Gottes Hand nehmen!

Das bin ich! Von Gott bejaht und geliebt, trotz aller Schatten, die mir den Weg oft schwer machen!“

Es gibt jemanden, der uns aufhilft, wenn wir fallen. Gottes Hand lässt uns nicht los.

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Pastorin Sabine Krüger

Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Gemeindegruppen
Kirchenvorstand
Pastor/-innen
Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
Pastor/-innen
Sabine
Krüger
Pastorin der Stadtkirchengemeinde
Am Kirchhof 8
27356
Rotenburg (Wümme)
Tel.: 
04261 4962
So. 10.04.16
Kaufen, haben, kaufen
Susanne Briese
Kaufen, haben, kaufen

„Oh, ich kauf mir was, kaufen macht so viel Spaß, ich könnte ständig kaufen gehen, kaufen ist wunderschön…“ Herbert Grönemeyer – ein Song aus seiner CD „Gemischte Gefühle“. „Gemischte Gefühle“ - das passt gut zum Thema „Kaufen“, finde ich. Kaufrausch gibt es heute wie damals. Kaufen, haben, wegwerfen, neu kaufen - längst schon ist ein „must-have“ etwas, das man einfach haben muss, auch wenn man es gar nicht wirklich braucht.

Kaufen, haben, kaufen - es will kein Ende nehmen. Man kann 24 Stunden am Tag im Internet alles bestellen, was man haben will. „Bin ich erst im Kaufrausch, frag ich gleich nach Umtausch, weil ich an sich nichts brauch, kaufen tut gut…“ - Herbert Grönemeyer hält den Spiegel vor. Kaufen kann zum Selbstzweck werden. Kaufrausch und Kaufsucht liegen nahe beieinander. Wenn Selbstbestätigung durch Konsum gesucht wird, die nur durch ständig neuen Konsum aufrechterhalten werden kann, wird das ein Teufelskreis, der die Seele belastet. Wie gut wäre es, wenn man zufrieden sein könnte, ohne das Haben-müssen!

Das klingt doch sehr entspannt, geradezu befreiend. Haben um jeden Preis macht niemanden auf Dauer glücklich. Und das Wichtigste im Leben kann man sowieso nur geschenkt bekommen. Paulus, der große Mann der Bibel, scheibt, man solle „kaufen, als behielte man es nicht, und diese Welt gebrauchen, als brauchte man sie nicht…“ Dieser Blick macht frei. So kann man die Welt anders anschauen. Es kommt eher darauf an, wie das Leben gestaltet wird - mit dem, was man hat und mit den Menschen, die zu einem gehören. Nämlich so, dass die Zukunft stets im Blick ist - also Leben angesichts des Kommens des Herrn. Mit anderen Worten: Beziehungen, Erfahrungen und Güter sollen im Lichte der Ewigkeit angesehen werden. Das ist etwas Anderes als Kaufrausch und Wegwerfmentalität.

Im guten Sinne sind das die wahren „gemischten Gefühle“: Wir können unser Lebensglück genießen, sollen es auch in Dankbarkeit tun, und die Ewigkeit in Gottes Reich bietet uns dazu eine tragfähige und gute Haltung.

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Susanne Briese

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Superintendentur
Susanne
Briese
Superintendentin
Goethestraße 20
27356
Rotenburg (Wümme)
Tel.: 
(04261) 63039-10
Fax: 
(04261) 63039-19
So. 03.04.16
Wie neugeboren
Martin Söffing
Wie neugeboren

„Ich habe heute geduscht und Haare gewaschen!“, berichtet eine Patientin voller Freude. „Ich fühle mich wie neugeboren!“ Zehn Tage nach der Operation wieder frisches Wasser auf der Haut zu spüren, fühlt sich wunderbar an.
Ein anderer Patient erzählt erleichtert: „Es ist nichts Bösartiges! Ich bin so froh! Ich fühle mich wie neugeboren!“
Patienten, die von Ostererfahrungen berichten und ich höre: Ich habe wieder Kraft bekommen, ich fühle mich wieder lebendig! Ich bin Angst und Sorge los!
Und dann besuche ich einen Patienten, der kann nicht mehr selbst duschen, er wird auch nicht mehr gesund, er weiß, dass er sterben wird. Er sagt zu mir: „Es ist alles gut. Ich bin ganz gelassen.“
Und ich sage nur: Danke, Gott.

Ostererfahrungen mitten im Leben und am Lebensende. Ich bin dankbar, an ihnen teilhaben zu dürfen. Wie neugeboren – so lautet der Name dieses Sonntags.

Petrus schreibt darüber in einem Brief an Christen in Kleinasien. Er erinnert sie: Mit Jesu Auferstehung ist ein neues Leben angebrochen. Dieses Leben ist noch anders als einzelne Ostererfahrungen, es ist eine neue Haltung gegenüber den Menschen. Wir verdanken sie der Barmherzigkeit Gottes. Gott schenkt Hoffnung trotz aller Todesspuren in der Welt. Deshalb seid selbst barmherzig, lebt nach dem Willen Gottes in seiner Liebe. Und habt keine Angst vor Anfeindung oder gar Tod. Gott wird neues Leben schenken.

Das schreibt Petrus damals. Und heute sehe, höre, lese ich vom Terror gegen Christen in Pakistan, Gewalt, Krieg, Tote überall in Gottes Welt. Todesspuren überall. Es ist schwer, der Barmherzigkeit und der Liebe zu vertrauen. Aber nur so haben Menschen und Schöpfung eine Chance.

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Martin Söffing

Martin
Söffing
Pastor/Leitung Klinikseelsorge AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM
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Mo. 21.03.16
Komm, steh auf
Jutta Wendland-Park
Komm, steh auf

Komm, steh auf! Ich erinnere mich noch gut an die Worte meiner Mutter. Sie kam damals ins Zimmer und meinte: „Steh auf, du musst zur Schule. Sonst ist der Bus weg.“ Am liebsten hätte ich die Bettdecke über den Kopf gezogen und wäre einfach liegengeblieben. Aber schließlich siegte die Vernunft und ich sprang aus dem Bett. Zugegeben, bis heute gibt es manchmal Tage, an denen ich lieber der Welt den Rücken kehren würde. Einfach liegen bleiben. Aber letztendlich stehe ich dann doch auf.

„Komm, steh auf!“ Es gibt Situationen, in denen wir die aufmunternden Worte eines Menschen benötigen. Immer dann, wenn wir uns in unser Schneckenhaus zurückgezogen haben, weil ein Ereignis uns aus der Bahn geworfen hat. Die Diagnose einer schweren Krankheit, der Verlust der Arbeit, eine Trennung oder der Tod eines geliebten Menschen. All das kann uns den Mut nehmen, aufzustehen und dem Leben wieder entgegenzutreten. Dann braucht es einen Freund an unserer Seite ist. Jemand, der unsere Verzweiflung und Resignation erträgt und irgendwann auch beherzt sagt: „Komm, steh auf!“ Und es kann geschehen, was Marie Luise Kaschnitz in einem Gedicht so beschreibt: „Manchmal stehen wir auf – stehen wir zur Auferstehung auf – mitten am Tage.“

„Steh auf, nimm dein Bett und geh!“ Diese Worte sagt Jesus zu einem Kranken am Teich Bethesda und sogleich wird der Mensch gesund und nimmt sein Bett und geht. Wir haben leider nicht die Fähigkeit, solche Wunder zu vollbringen. Uns Menschen sind Grenzen gesetzt. Und die schmerzlichste Grenze markiert der Tod. Doch bald feiern wir die Auferstehung Jesu von den Toten. Diese Osterbotschaft schenkt uns die Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Sie ermutigt uns, an die Auferstehung zu glauben mitten im Leben und über den Tod hinaus.

Ich wünsche Ihnen die Kraft dieser Hoffnung in den Widrigkeiten des Lebens und darüber hinaus

Jutta Wendland-Park
 

 

 

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Jutta Wendland-Park

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Jutta
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Pastorin, Vorstandsvorsitzende der Rotenburger Werke
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Fax: 
(0426) 920200
Mo. 01.02.16
Die Zehn Gebote für die Arbeitswelt
KDA (Kirchlicher Die…
Die Zehn Gebote für die Arbeitswelt

Was kann uns Orientierung für ein gutes Miteinander
bei der Arbeit geben? Sind es die ausgefeilten Unternehmensleitlinien?
Sie sind oft so kompliziert und
manchmal auch schon wieder veraltet. Ein gelingendes
Miteinander lebt von grundlegenden gemeinsamen
Werten. Sie sollten so eingängig und verständlich sein,
dass ein Kind sie begreift und an 10 Fingern abzählen
kann.
Die Zehn Gebote der Bibel stellen so eine grundlegende
Hilfe für das Leben dar. Sie sind seit Jahrtausenden
bewährt und trotzdem immer wieder vergessen. Wir
können sie übersetzen in die Herausforderungen der
Arbeitswelt. Sie verdeutlichen uns unsere dreidimensionale
Verantwortung gegenüber Gott, unserer Mitwelt
und uns selbst. Eine ideale Hilfe zum gemeinsamen
Gestalten in der einen Welt:

1. Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen
Götter haben neben mir. Lass Gott die Hauptrolle in
Deinem Leben spielen. Nimm seinen Auftrag wahr,
die Erde zu bebauen und zu bewahren. Lobe Gott mit
Deiner Arbeit.

2. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht
missbrauchen. Respektiere Gottes Autorität. Maße sie
dir nicht selbst an. Vermeide religiöse Anspielungen zu
Deinem Vorteil oder zu Zwecken der Werbung.

3. Du sollst den Feiertag heiligen. Entdecke das große
Geschenk an Dich und Deine Mitmenschen: Du darfst
am Sonntag wie Gott ruhen. Danke ihm dafür. Ermögliche
bewusst auch anderen, den Sonntag als Tag der
Ruhe und Erholung zu erleben.

4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
Gott hat die Familie erfunden, um Menschen eine
gute Entwicklung zu ermöglichen. Sie sollen lernen,
was vertrauensvolle und fürsorgende Gemeinschaft
bedeutet. Trage Deinen Teil dazu bei, dass dieses Miteinander
täglich erfahrbar wird und die Gesellschaft
positiv prägt.

5. Du sollst nicht töten. Bedenke die Folgen Deines
Tuns. Frage Dich, was dem Leben dient.

6. Du sollst nicht ehebrechen. Treue und Vertrauen sind
ein fester Anker in der Zeit. Verheirate dich nicht mit
deiner Arbeit. Verhalte dich ehrlich und loyal deinen
Mitmenschen gegenüber.

7. Du sollst nicht stehlen. Betrug, Manipulation oder
Vorteilsnahme sollen nicht Dein Handeln bestimmen.
Es liegt kein Segen darauf, auf Kosten anderer weiterzukommen.
Setze Dich vielmehr ein für Gerechtigkeit
und das Recht der Schwachen.

8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen
Nächsten. Frage dich, was wahr und fair ist. Sei ein
Vorbild im kollegialen, freundschaftlichen und partnerschaftlichen
Miteinander.

9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du
darfst Deine echte und ewige Heimat bei Gott haben.
Mehr geht nicht. Gönne anderen ihren Besitz und gib
ihnen von der Liebe weiter, mit der Gott dir begegnet.

10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib,
Knecht, Magd, Vieh noch alles, was sein ist. Gier, Neid
und Geiz sind giftige Früchte, die dich und andere
krankmachen. Liebe Gott, damit dein Leben gelingt.
Entdecke die Potenziale, die er dir verliehen hat. Lebe
sie in gegenseitiger Ergänzung mit deinem Nächsten.
So wirst Du ein Segen sein!

 

WORTMELDUNG Februar 2016

 

Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung zu dieser
Wortmeldung an kda@kirchliche-dienste.de.

 

Autor: Peer-Detlev Schladebusch Pastor für Führungskräfte derWirtschaft, Spiritual Consulting, KDA Region Lüneburg-Wolfsburg, Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Email: schladebusch@kirchliche-dienste.de

 

V.i.S.d.P.: Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt
Haus kirchlicher Dienste
der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
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Fon: 0511 1241-449

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Gott spricht: Ich will euch trösten, wie…
Monatsspruch
Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.Jes 66,13 

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Mo. 07.12.15
Nikolaus - nicht aus Schokolade
Martin Söffing
Nikolaus - nicht aus Schokolade

In Myra, einer Hafenstadt in der heutigen Türkei, herrschte damals zu Lebzeiten des Bischofs Nikolaus große Not. Die Bevölkerung hungerte. Gewalt, Krieg, Krankheit gehörten zum Alltag. Grausame Zeit. Von Bischof Nikolaus wird erzählt, dass er in grausamer Zeit für die Menschen sorgte. Wunder habe er vollbracht. So haben die Menschen seine tatkräftige Hilfe erlebt und Legenden und Geschichten um Bischof Nikolaus erzählt und Lieder gesungen.

Nikolaus war ein guter Mann. So heißt es in dem fröhlichen Lied, das Kinder und Erwachsene in dieser Zeit gerne trällern.

Die Zeit des Bischof Nikolaus war überhaupt nicht lustig – kein Tralala. Aber danken können wir ihm: Bischof Nikolaus war ein mitfühlender, wachsamer, mutiger und aufrechter Mann. Er hatte den Mut, für Menschen einzustehen. Was Recht war, sollte auch Recht sein, wo Not war, musste sie gelindert werden, wo Geld war, diente es zum Teilen, wo Krieg war, rief er zum Frieden, wo Tod war, rief er zum Leben.

Wenn er sich doch vervielfachen könnte! Aber nicht aus Schokolade! Wenn wir so viele lebendige Nikoläuse hätten wie aus Schokolade in den Regalen der Supermärkte stehen, hätten wir vielleicht ausreichend Sozialen Wohnraum, genügend Ärzte und Pflegekräfte in unseren Krankenhäusern, viele aufrechte Menschen in den Regierungen in Berlin, im Land, in den Kreisen und Kommunen, die den Reichtum in unserem Land dort verteilen, wo es notwendig ist.

In einem Adventslied bitten wir: „O Heiland, reiß die Himmel auf, herab, herab vom Himmel lauf, reiß ab vom Himmel Tor und Tür, reiß ab, wo Schloss und Riegel für!“

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Martin Söffing

Martin
Söffing
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Elise-Averdieck-Straße 17
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Fax: 
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Mo. 09.11.15
Eine Gabe ist eine Aufgabe
Susanne Briese
Eine Gabe ist eine Aufgabe

„Brot!“ Schlicht und einfach. Manchmal braucht eine Wahrheit nur ein Wort. „Brot!“ Mit diesem Wort ist ein berühmtes Bild der Künstlerin Käthe Kollwitz überschrieben.

Wenn ich mir das Bild in Erinnerung rufe, spüre ich wieder das Mitgefühl für die Kinder, die am Rockzipfel der Mutter hängen, weil sie es vor Hunger nicht mehr aushalten können. „Wann gibt es was zu essen?“ Oder vielleicht – was noch schwerer zu ertragen wäre: „Warum gibst du uns nichts zu essen?“ Die Mutter, die auf dem Bild gezeichnet ist, kann ihren eigenen Kindern nicht in die Augen sehen. Sie verbirgt ihr Gesicht. Es muss schrecklich sein für eine Mutter, ihre Kinder leiden zu sehen und nichts dagegen tun zu können. Hunger tut weh. Auch der Seele. Käthe Kollwitz fertigte die Lithographie „Brot!“ im Jahre 1924 an und legt ihr klares Engagement für Menschen in Not hinein.

 

„Gabe ist eine Aufgabe“. Dieses Lebensmotto verdankt die Künstlerin ihrem Großvater Julius Rupp. Sie hat ihr Wirken diesem Leitsatz folgend Menschen gewidmet, die Unterstützung brauchen. Sie erarbeitete Bilder zu Hunger, Verzweiflung und Arbeitslosigkeit, sie zeigte in ihren Bildern Witwen, schuf Bilder vom Elend und vom Sterben der Kinder. Allesamt Bilder, die zum Frieden mahnen. „Gabe ist eine Aufgabe“. Was sie kann, setzt sie ein für andere. Die Bilder von Käthe Kollwitz öffnen Augen und werben für die Solidarität mit den Schwachen.

 

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. (Micha 6,8) Eine Gabe ist eine Aufgabe. Das bleibt auch heute wichtig.

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Do. 01.10.15
Arbeit als Egotrip?
KDA (Kirchlicher Die…
Arbeit als Egotrip?

 

Traum oder Albtraum?
Er hat sich mit 33 Jahren selbständig gemacht und ein
beachtliches Unternehmen aufgebaut. Davon zeugt
heute ein moderner Gebäudekomplex. Für die Familie
baute er eine große Villa auf dem Firmenanwesen.
Mit 62 hörte sein Herz auf zu schlagen. Die Söhne
hatten kein Interesse, die Firma zu übernehmen. Sie
spekulierten auf den Erlös des Verkaufs, der dann aber
geringer ausfiel als erwartet. Vom Unternehmen gibt
es nur noch eine schicke Homepage, aber niemand
ist mehr erreichbar. Das Firmengelände gleicht einer
Geisterstadt. Ein bedrückendes und abruptes Ende von
großem Einsatz an Lebensenergie.
Eine weitere Karriere: Er ist mit 45 Jahren Vorgesetzter
von 1.200 Beschäftigten. Als Auszubildender hat er im
Unternehmen angefangen und sich Stück für Stück
hochgearbeitet. Als Personalchef ist er eher gefürchtet.
Viele kennen ihn noch als Kollegen, der sich geschickt
und oft auf Kosten anderer in Szene gesetzt hat, um
beruflich aufzusteigen. Die Ehe ist zerbrochen und zu
seinen Kindern hat er nur noch losen Kontakt.

Was treibt mich an?
Wem beweise ich etwas mit meinem Tun: Mir selbst,
meinen Eltern, den Kollegen oder dem sozialen Umfeld?
Die Suche nach Anerkennung ist ein besonders
kräftiger Motor, der unvorstellbare Energien freisetzt.
Erfolg führt dabei leicht zu Überheblichkeit, die Warnschilder
rücksichtslos überfährt. Menschenwürde, Respekt,
Nächstenliebe und Barmherzigkeit bleiben da
schnell auf der Strecke. Wer hier auf die schiefe Ebene
gerät, kann nur sehr schwer umkehren.

Wozu arbeite ich?
Habe ich eine Vision für mein Leben und Arbeiten?
Wofür will ich mich einsetzen? Was bleibt, wenn ich
einmal keine Energie mehr habe? Wofür lohnt sich
der Einsatz am Ende wirklich? Je länger ich mich diesen
Fragen aussetze, erkenne ich den unermesslichen
Wert von echten und vertrauensvollen Beziehungen.
Hat Gott den Menschen nicht auf Ergänzung hin angelegt?
Jede und jeder ist ein Abbild von ihm. So steht es
ganz am Anfang in der Bibel. Aus vielen verschiedenen
Puzzleteilen wird ein großes Bild. Der Apostel Paulus
bezeichnet die christliche Gemeinde deshalb später als
Leib Christi. Nur durch das achtsame Zusammenwirken
unterschiedlichster Begabungen entsteht etwas wirklich
Neues und Kraftvolles. Eine christliche Gemeinde
zeichnet sich dadurch aus, dass sie bewusst fragt: Herr,
welchen Auftrag gibst Du uns? Was sollen wir tun?
Freiheit und Beruf(ung)
Luther, Calvin und andere Reformatoren der Kirche
haben der Arbeit einen neuen Wert zugemessen.
Für sie war sie nicht mehr nur notwendiger Erwerb,
sondern der Ausdruck von Freiheit und Berufung, das
Schöpfungswirken Gottes fortzusetzen. Gleichzeitig
wurde auch die Gefahr der Loslösung der Arbeit von
der Berufung erkannt: „Woran Du dein Herz hängst,
das ist dein Gott!“ warnte Martin Luther eindringlich.
Jeder Mensch steht in der Gefahr der Entfremdung
von Gott und der Versklavung unter den Götzen Arbeit.
Das rechte Maß hierbei zu finden, ist eine täglich
spannende Herausforderung!

Autor:
Pastor Peer-Detlev Schladebusch
Referent, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Region Lüneburg-Wolfsburg, Spiritual Consulting
schladebusch@kirchliche-dienste.de

Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung zu dieser Wortmeldung an kda@kirchliche-dienste.de

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Mo. 07.09.15
Züge aus Ungarn
Peter Handrich
Züge aus Ungarn

1989 sammelten sich in den Botschaften Ungarns und der Tschechoslowakei Menschen aus der DDR, die in den Westen wollten. Am 30. September 1989 wurde klar, dass die in Budapest Campierenden mit Zügen nach Westdeutschland ausreisen durften. Die Freude war groß.

Dieser Tage kommen wieder Züge aus Ungarn in Deutschland an. In ihnen sind Flüchtlinge aus Syrien, die den jahrelangen Bürgerkrieg einfach nicht mehr aushalten können – und auch Flüchtlinge aus anderen Ländern, die zu uns kommen, weil die wirtschaftliche Lage in ihren Heimatländern sie hoffen lässt, dass es ihnen bei uns besser gehen wird. Das sind die so genannten „Wirtschaftsflüchtlinge“, die viele gern sofort wieder zurückschicken möchten, allen voran unser Innenminister.

Allerdings gibt es bei uns so viele Dinge nur deshalb zu so günstigen Preisen zu kaufen, weil sie in anderen Ländern unter Bedingungen hergestellt werden, die Menschen arm machen. Kein Wunder, dass sie zu uns wollen. Weil wir hier ja viel Geld verdienen und alles so billig ist. „Etwas besseres als den Tod finden wir überall“, sagen die Bremer Stadtmusikanten. In unseren Zeiten haben sie nur halb Recht, weil sie auch im Meer ertrinken oder in LKWs ersticken können – aber wenn sie dann hier sind, dann haben wir doch die moralische Pflicht, ihnen auf eine Weise weiter zu helfen, dass sie bei uns gut leben können. Gut, dass das viele Menschen gerade auch genau so machen.

Aber wir haben noch zwei weitere moralische Pflichten: Solange die Weltwirtschaft so funktioniert, wie sie funktioniert, brauchen wir erlaubte und sichere Fluchtrouten. Fähren. Und Busse. Und wir müssen alles dafür tun, dass alle Menschen von ihrer Arbeit gut leben können. In Europa und in allen anderen Ländern.

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Peter Handrich

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Pastor/-innen
Peter
Handrich
Pastor in den Rotenburger Werken
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27356
Rotenburg
Tel.: 
(04261) 920889
Mo. 29.06.15
Schlaflos in Deutschland
Jutta Wendland-Park
Schlaflos in Deutschland

Liebe Leserinnen und Leser,

vielleicht kennen einige von Ihnen den Film „Schlaflos in Seattle“. Er erzählt von einem Architekten, der nach dem Tod seiner Frau mit seinem Sohn nach Seattle zieht, um Abstand zu gewinnen. Dort ruft sein Sohn bei einer Radiosendung an, weil er für seinen Vater eine neue Frau sucht. Die Radiomoderatorin betitelt das Gespräch mit dem Vater aufgrund dessen Schlaflosigkeit „Schlaflos in Seattle“.

Wie schön kann es ein, sich nach einem anstrengenden Tag ins Bett fallen zu lassen und Ruhe zu finden für Körper, Geist und Seele. Aber das gelingt nicht immer. Stattdessen kreisen die Gedanken im Kopf und an Schlaf ist nicht zu denken.

Vielleicht ergreifen Ängste von einem Menschen immer wieder Besitz, berufliche und persönliche Sorgen liegen bleischwer auf der Seele oder der Tod eines geliebten Menschen lässt die Welt aus den Fugen geraten. So vergeht Stunde um Stunde und die Nacht wird zum Tag.

Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter Schlaflosigkeit. Laut Bericht einer Wochenzeitung wurden 2014 allein 18,7 Millionen Packungen von Beruhigungs- und Schlafmitteln in deutschen Apotheken verkauft. 1,2 bis 1,5 Millionen Menschen kommen ohne diese Medikamente nicht durch die Nacht und oft auch nicht mehr durch den Tag.

Eine erschreckende Bilanz. Sie zeigt, wie belastet viele Menschen sind und wie wenig sie noch Ruhe im Alltag finden. Die Zahlen sind ein stummer Hilferuf und eine Anfrage an unsere Lebens- und Arbeitsweise. Schon die Bibel kennt die Unruhe der Menschen. Im Psalm 42 fragt der Beter: „Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?“

Wir leben in einer lauten und hektischen Welt, in der zudem Arbeit und Freizeit oftmals verschmelzen. Doch jeder Mensch braucht Zeiten der Entschleunigung, in denen er alle Sorgen einmal vergessen und aufatmen kann. Er braucht Bedingungen, die ihm dies ermöglichen und Quellen der Kraft.

Der Glaube an Gott kann eine solche Kraftquelle sein. Er entbindet nicht von allen menschlichen Bemühungen, aber hilft, Ruhe zu finden.

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Jutta Wendland-Park

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Jutta
Wendland-Park
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Mi. 27.05.15
Augen offenhalten
Sabine Gerken
Augen offenhalten

Nun ist das Jahr 2015 schon wieder halb vorbei. Rast die Zeit eigentlich wirklich immer mehr, je älter man wird?! Wie lang war doch als Kind die Zeit von Weihnachten bis Weihnachten! Ich dachte, so ein Halbjahr ist eine gute Gelegenheit, einmal Bilanz zu ziehen und zu sehen, was aus den guten Vorsätzen vom Jahresanfang geworden ist. Ich nehme mir nämlich tatsächlich immer etwas vor und habe schon sehr verrückte Erfüllungen meiner Vorsätze erlebt!
Ich schaue also nochmal in mein Tagebuch und entdecke neben den üblichen Dingen wie „mehr bewegen“ und „mehr Nachrichten verfolgen“ den Vorsatz: „Augen
aufhalten für das, was Gott tut!“ Ja, das will ich - entdecken, wie Gott in meinem Leben und im Leben anderer wirkt und spricht, wie er sich finden lässt im Alltag und im Besonderen.
Mir fällt das wunderschöne Sommerlied von Paul Gerhardt ein: „Geh aus, mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben…“
Da hat also auch jemand den Wunsch, Gottes gutes Wirken zu entdecken. Er fordert sein Herz auf, zu sehen und zu loben. Und Paul Gerhardt findet in den 15 Strophen dieses Liedes (im Gesangbuch unter der Nummer 503 zu finden) viele Gründe, Gott zu loben: die blühenden Gärten, die Bäume, die Vögel, Bäche und Bienen, das wachsende Getreide.
Dabei hätte er nun wirklich viele Gründe gehabt, zu schweigen oder gar an Gott zu verzweifeln: Seine Eltern verlor er schon als Kind, er erlebte das Elend des dreißigjährigen Krieges, seine Frau und vier seiner fünf Kinder verstarben sehr früh, als Pastor erlebte er viele Widerstände und schwierige Zeiten. Und doch besingt Paul Gerhardt in vielen seiner Lieder ein fast kindliches Vertrauen in den guten und barmherzigen Gott, der uns viele Gründe gibt, ihn zu loben.
Also werde wohl auch ich viele Spuren Gottes in der „lieben Sommerzeit“ und in meinem Leben finden – wollen Sie mit mir zusammen die Augen offenhalten?

Offene Augen wünscht sich und Ihnen
Sabine Gerken,
Diakonin in Scheeßel und Lauenbrück

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Sabine Gerken

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Sabine
Gerken
Diakonin
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Sa. 14.03.15
Wochenspruch, Sonntag, 15.03.2015 bis…
Wochenspruch
Wochenspruch, Sonntag, 15.03.2015 bis Samstag, 21.03.2015

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. (Johannes 12, 24) 

 

Feiertag
Laetare (4. Sonntag in der Passionszeit)

 

 

Erklärung

Der Sonntag Laetare steht in der Mitte der Fastenzeit und wird deshalb auch „Mittfasten” genannt. Ein anderer Name für diesen Sonntag aufgrund des Evangeliums von der Brotvermehrung ist „Brotsonntag”.

Nachdem bisher der Aspekt der Schuld gegenüber Gott stärker in den Vordergrund getreten ist, tritt nun am Sonntag Laetare Gottes Handeln an uns Menschen in den Vordergrund als Antwort auf unsere Verfehlungen. Dadurch wird der wichtige Aspekt des Evangeliums deutlich, dass wir eben in erster Linie durch Gottes Hilfe frei werden von unseren Verfehlungen, und nicht durch unsere eigenen Werke. Ein Innehalten, ein fast fröhliches Aufatmen innerhalb der Passionszeit. 

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.

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