Die Schöpfung als Mosaik

 

 Ein vielfarbiges Wandmosaik beherrscht die Eingangshalle der Michaelskirche. Die goldene Scheibe mit den 7 güldenen Strahlen fällt als zentraler Blickfang ins Auge. Der "Schöpfungsbericht" der Bibel, 1. Mose 1, steht vor uns. "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde". Die Strahlen sind die Schöpfungstage.

Die Schöpfung als Mosaik

 

 

Die Schöpfung als Mosaik

Der poetische Bericht wurde im Exil in Babylon (586-538) von theologisch gebildeten Kreisen, vermutlich Priestern, klassisch formuliert. Die Wassermassen bei den Überschwemmungen der beiden Flüsse Euphrat und Tigris in Mesopotamien und die urgewaltigen Wolkenbrüche waren das Abbild für die URFLUT und das URMEER. Gleich einem Vogel mit weiten Schwingen schwebte des Schöpfers Geist über dem Tohuwabohu, dem Chaos. Gottes Machtwort schuf aus dem Chaos den Kosmos mit seinen Ordnungen und Gesetzen.

Die güldene Zentralscheibe ist das Symbol für Gottes erstes Schöpfungswort:

"Es werde Licht!" Ohne Licht kein Leben!

Als blaues Band blickt das Gewölbe des Himmels, die FESTE auf unsichtbare "Säulen", verstohlen unter der Scheibe hervor (Ps. 75,4; Hiob 26,11). Eine Wasserscheide trennt den Himmelsozean vom Erdenmeer: HIMMEL und ERDE entstehen. Das erdfarbene, vollrunde Band scheidet die Erde vom Meer. Hell strahlt die Atmosphäre mit blauen Adern im lichtdurchfluteten Rund. Ohne Luft kein Leben!

Die Himmelskörper werden als "Lampen" im Planetarium prosaisch "aufgehängt". Sie haben Leuchtfunktionen, aber keine göttliche Qualität wie bei bei einer polytheistischen Umwelt. Das ausgedehnte blaue Meeresrund mit seinem Wasserblau ein Angebot zum Trinken! Ohne Wasser kein Leben!

Dunkle Berge mit markanten Spitzen und grasgrüne Täler für die Wasserläufe rahmen das Bild ein. Das weichende Wasser ist von Bergen und Tälern umgeben. Weite Seenplatten und gelegentlich Sonnengold auf Erden geben dem Bild Leben. So wird das Mosaik zum Symbol für unseren "blauen Planeten", die Erde in ihrer Vollkommenheit.

 

BILDER (1)